ganz konzentriert • ganz integriert • ganz dabei

 Suche >

Direkt zum Seiteninhalt

Hochbegabung

Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller, 09.01.1890 - 21.12.1935

Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null.
Und das nennen sie ihren Standpunkt.

Albert Einstein, deutscher und US-amerk. Physiker, 14.03.1879 - 18.04.1955
(... und vermutlich von Asperger-Syndrom betroffen)

Was ist Hochbegabung?

Hochbegabte Kinder sind Gleichaltrigen oft beträchtlich voraus. Sie haben sehr früh entwickelte, weit überdurchschnittliche Fähigkeiten und Interessen. Dies kann Fähigkeiten in einzelnen Bereichen, aber alle Fähigkeiten auf breiter Ebene betreffen.

Hochbegabte Kinder haben eine sehr schnelle Auffassungsgabe, können komplizierte Zusammenhänge schnell in ihrer Struktur erkennen und weiterentwickeln, sind in der Sprachentwicklung auf hohem Niveau, sind sehr kreativ und haben große Freude an geistiger Arbeit.

Per Definition liegt eine Hochbegabung bei einem IQ von 130% oder darüber vor. Im Detail ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Fähigkeiten weit überdurchschnittlich ausgeprägt sein müssen. Vielmehr können auch Teilleistungsstörungen vorliegen.

Etwa 2 % der Bevölkerung sind hochbegabt.
Um Hochbegabung festzustellen ist die Durchführung eines bzw. mehrerer mehrdimensionaler Intelligenztests (z. B. HAWIK-III oder K-ABC) notwendig. Nicht nur das Ausmaß der Hochbegabung und das Intelligenzprofil, sondern auch eventuelle Teilleistungsschwächen müssen dabei ermittelt werden.

Hochbegabte Kinder haben oft ähnliche Schwierigkeiten wie von AD(H)S betroffene Kinder:

Im Kindergarten fällt das Kind auf,

  • weil es sich langweilt


  • weil es manche Spiele "doof" findet und deshalb stört, um wahrgenommen zu werden


  • weil es sich für Dinge interessiert, für die es andere für "zu jung" halten


  • weil es sich in die Gruppe nicht einbringen kann und damit häufig zum Außenseiter wird.


In der Schule fällt das Kind auf,

  • weil es sich ständig unterfordert fühlt


  • weil es als Streber oder Besserwisser gilt und unbeliebt ist


  • weil es sich als Clown der Klasse aufführt, damit die Mitschüler es akzeptieren und die Lehrer es wahrnehmen

->

Fortsetzung von linker Spalte

  • weil es sich von Lehrern und Mitschülern nicht verstanden und nicht akzeptiert fühlt


  • weil es trotz bekannter Intelligenz "unerklärlich" schwache Leistungen zeigt.


In seiner Umgebung fällt das Kind auf,

  • weil es an den üblichen "altersgemäßen" Freizeitaktivitäten keinen Gefallen findet


  • weil es perfektionistisch und sich selbst und Anderen gegenüber sehr kritisch ist


  • weil es anstelle körperlicher die geistig-verbale Auseinandersetzung bevorzugt


  • weil es sehr sensibel für zwischenmenschliche Wechselwirkungen ist


  • weil es intellektuell zwar seinem Alter um Jahre voraus ist, gefühlsmäßig aber meist seinem Alter entsprechend reagiert


  • weil es sich von der Umwelt isoliert fühlt.


Quelle für obige Aufzählungspunkte:
Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind, www.dghk.de

Hochbegabung kann gleichzeitig mit AD(H)S, Asperger-Syndrom oder anderen Störungen vorkommen.

Anmerkung:

Fachleute, die sich mit ADHS tiefgründig befasst haben, nennen gerne die Person Albert Einstein als Beispiel für ADHS. Auch Asperger-Syndrom-Spezialisten nennen Albert Einstein im Kontext mit Asperger-Syndrom. Ebenso wird Albert Einstein als hochbegabte Persönlichkeit gesehen.

Hier zeigt sich, …

  • ein möglicher Symptom-Überlapp zwischen ADHS, Asperger-Syndrom und Hochbegabung


  • dass zwischen diesen Störungsbildern Fehldiagnosen möglich sind


  • dass alle drei „Störungen“ komorbide (gleichzeitig) vorhanden sein können (wobei Hochbegabung nicht zwangsläufig als „Störung“ zu betrachten ist)

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü